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Beiträge vom Februar, 2008

Fröhliches Gezwitscher im Web

Montag, 25. Februar 2008 18:30

Neue Microblogging-Dienste ermöglichen blitzschnellen Austausch.

Informationen müssen raus – das ist das Leitmotiv all jener, die sich mit Web 2.0 beschäftigen. Microblogging lautet ein aktueller Trend.

„Sag, was du willst aber mit höchstens 140 Zeichen“, lautet das Motto der Twitter, einem Silicon Valley-Dienst, der im Moment gigantischen Zulauf hat. Geschrieben wird über alles, das meiste ist banal und eher privater Natur. Allerdings kann man Twitter auch sinnvoll und im Unternehmen nutzen. Egal, ob man dem Kunden die Ankunft der neuen Kollektion verkünden oder eine schnelle Nachricht verbreiten will, damit geht es am schnellsten.

Ist man einmal angemeldet, kann man jeden Nutzer quasi abonnieren, im Fachjargon „folgt man ihm“. Was immer jemand schreibt, bekommen alle, die ihm folgen. Weil auch andere einem folgen können, entsteht so ein Netzwerk von Leuten, die sich blitzschnell gegenseitig am Laufenden halten.

Per SMS vom Handy

Diese „Tweets“ (engl. für Gezwitscher) kann man auf vielfältige Weise empfangen: auf der Website von Twitter, in einem RSS-Reader oder als kostenloses SMS am Handy. Ebenso viele Möglichkeiten hat man, selbst Nachrichten an seine Follower abzuschicken. Mit einer einzigen SMS erreicht man alle Mitglieder seines Netzwerks gleichzeitig, man kann die Nachricht auch bequem auf der Website oder in einem Zusatzprogramm tippen.

Diese Art der Kommunikation fasziniert durch ihre Geschwindigkeit. Freilich muss man genau auswählen, wem man folgt, sonst wird man mit belanglosen Meldungen zugemüllt. Aber viele Nachrichten erhält man nirgendwo schneller als damit.

Hat man eine entsprechende Anzahl von Followern, kann man die Menge hin und wieder auch zur schnellen Problemlösung heranziehen. „Wer kennt sich hier aus?“ oder „Weiß jemand, wo ich was finde?“ Solche und ähnliche Fragen sind alltäglich, die Community hilft gerne und schnell weiter.

Einziger Haken: Weil der Dienst kostenlos ist, mangelt es an Zuverlässigkeit. Meldungen werden oft verspätet oder gar nicht aufs Handy zugestellt.

by Georg Holzer

Thema: Blogging, Mobile | Kommentare (0)

Wikis als Unternehmensgehirn

Montag, 25. Februar 2008 18:28

Die Wissens-Ökonomie entdeckt die Werkzeuge aus dem Web 2.0.

Einen Wikipedia-Eintrag braucht nicht jedes Unternehmen. Ohne Wiki geht es aber bald nicht mehr.

Hinter Web 2.0 stehen nicht nur Fotos, Videos und Blogs von normalen Nutzern. Web 2.0 ist vielmehr eine Grundeinstellung: jeder kann mitmachen, jeder das Seine beitragen. Das Beispiel von Wikipedia macht auch in Unternehmen Schule.

Bei IBM gibt es 8000 Wikis, deren Aufbau und Wartung die Mitarbeiter selbst in die Hand genommen haben. Bei Microsoft ist man überrascht, dass Wikis mittlerweile eine der beliebtesten Bausteine von Sharepoint-Intranets geworden sind. Die Technologieanlaysten von Gartner schätzen, dass im Jahr 2009 bereits die Hälfte aller US-Unternehmen Wikis einsetzen wird.

Projekte werden über Wikis organisiert, Kampagnen geplant, Dokumentationen geschrieben oder Wissen zusammen getragen. Die von jedem schnell editierbaren Webseiten vereinfachen Workflows und beschleunigen die kollaborative Sammlung von Wissen. Anstatt Wissen nur schnell zu sammeln, wird es auch indiziert und verknüpft.

Semantic Wikis

Ganz neue Ansätze gehen semantische Wikis, die Wissen in den richtigen Kontext rücken. Ein Beispiel: Die Suche nach Obst liefert keine Ergebnisse von Apple Computer.

Solche Systeme arbeiten beispielsweise mit einer Zweiteilung des Bildschirms: Rechts steht der eigentliche Inhalt, links kommen Suchergebnisse aus dem Wiki oder Google hinzu. Je mehr im Dokument steht, umso zielgenauer findet das System weiterführende Informationen.

Einsetzbar sind Wikis sowohl als internes Tool, als auch für die Kommunikation nach außen – etwa mit Partnern oder Kunden. Fast jedes System erlaubt sehr granulare Einstellungen der Benutzerrechte – von komplett offen, bis sehr geschützt.

Die meisten Wikis sind kostenlos erhältlich und bieten viele Erweiterungen. Es bedarf allerdings umfangreicher Anpassungsarbeiten, um den Wiki auf die eigenen Bedürfnisse hinzutrimmen. Alle Technik hilft jedoch nichts, wenn im Unternehmen kein offenes Klima herrscht. Heimlichtuerei und Misstrauen haben noch keiner Firma weiter geholfen.

by Georg Holzer

Thema: Business-IT, Technik | Kommentare (1)

Offenheit macht sich bezahlt

Montag, 25. Februar 2008 18:26

Man stelle sich ein ganz dummes Geschäftsmodell vor: Eine Event-Datenbank füttert die Website seiner Konkurrenz mit Terminen.

Dumm? Verrückt? Absurd? Von wegen! Das Web hat eigene Gesetze und ob etwas erfolgreich ist, unterliegt einer ganz anderen Logik als offline.

Ein Beispiel:
Eventful.com war 2005 eine ganz kleine, völlig unbekannte Event-Datenbank. Der große Platzhirsch war Upcoming.org.

Programmierschnittstellen, so genannte APIs, ermöglichen es, dass jeder mit Erlaubnis Daten in die Datenbank schreiben und diese wieder auslesen darf. Was hat Eventful gemacht? Wenn immer jemand einen Termin in deren System eingetragen hat, wurde der automatisch auch bei Upcoming und anderen Sites eingetragen. Der Underdog hat also seinen übermächtigen Gegner gefüttert.

Das Ergebnis:
Immer mehr Nutzer gingen nur noch zu Eventful, weil man dort auf einen Schlag sehr viele Plattformen gleichzeitig erwischte. Der Platzhirsch verlor spürbar an Visits, bis man Eventful blockierte und damit einen veritablen Streit vom Zaun brach.

Die Lehre daraus:
Nur wer die Mechanik hinter Web 2.0 wirklich versteht, kann erfolgreich sein. Um die Ecke denken lohnt sich und gewinnen wird nur der, der offen für alles ist - auch für verrückte Geschäftsmodelle.

by Georg Holzer

Thema: Geschäftsmodelle | Kommentare (0)

Fragen Sie den Kunden!

Mittwoch, 20. Februar 2008 8:56

 online PRAuch das ist Web 2.0. Das Wissen der Massen zu nutzen bzw. daran anzudocken. Ich sitze bereits seit einigen Tagen an den Folien für den Workshop online PR. Als ich gestern damit fertig war, war ich mir sicher, dass ein anderer den Vortrag ganz anders aufgebaut hätte. Was liegt also näher, die Leserinnen und Leser meines Blogs um Hilfe zu bitten, sie zu fragen, ob sie mir wertvolles Feedback geben können? Gesagt getan und seit gestern findet man auf meinem Blog (http://www.edwohlfahrt.blogs.com) eine rege Diskussion über meine Folien für den Workshop bzw. über die darin transportierten Inhalte statt.Genau das wollte ich. Ich wollte Diskussion und Dialog, ich wollte Feedback und Rat von denen, die DAS interessiert worüber ich in meinem Blog unter anderem schreibe, nämlich online PR. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, sie stehen vor einer wichtigen unternehmerischen Entscheidung, sie überlegen hin oder her, besprechen es mit ihrem persönlichen Umfeld, vielleicht mit einem Mitarbeiter, einem Branchenkollegen. Warum aber nicht gleich das Wissen der Massen anzapfen. Wenn sie beispielsweise ein Blog führen, das sich mit Triathlonsport beschäftigt, wird ihr online Tagebuch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Menschen gelesen, die sich für dieses Thema interessieren oder sich hier auskennen. Wäre es nicht ratsam, genau sie zu fragen!?hier geht es zu den Folien zu Vortrag online PR. Diskutieren aus Sie mit! by Ed

Thema: Blogging, Social Media, onlinePR | Kommentare (4)

Leben 2.0

Freitag, 1. Februar 2008 11:22

pacher_3.jpgBis heute bin ich fasziniert davon, wie der explodierende Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologien die weltwirtschaftliche Entwicklung antreibt und zunehmend alle Lebensbereiche erobert. Wer heute - wie wir alle - ganz selbstverständlich jeden Tag mit Internet und E-Mail arbeitet, kann sich kaum mehr vorstellen, dass diese Instrumente vor 15 Jahren nur Freaks und militärischen Geheimnisträgern genauer bekannt waren.

Trotz aller Faszination sollte man sich aber nicht vom unüberblickbaren Heer der Zeiträuber im Web ablenken lassen: Für uns Unternehmer gehören das Internet und seine vielfältigen Möglichkeiten zum Geschäftsalltag. Wie Sie das www für Ihre Öffentlichkeitsarbeit gezielt nutzen können, wie Sie von Suchmaschinen besser gefunden werden und was Ihnen eine Online Community bringt, erfahren Sie am 1. März beim E-Day der Wirtschaftskammer. Und ganz nebenher treffen Sie auf dem „Web 2.0″-Lehrpfad eine Menge interessanter Menschen, bauen Ihr Netzwerk aus und werfen einen Blick in die Zukunft der Kommunikation.

Viel Spaß dabei.

Franz Pacher

Thema: eDay | Kommentare (0)