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Offenheit macht sich bezahlt

Man stelle sich ein ganz dummes Geschäftsmodell vor: Eine Event-Datenbank füttert die Website seiner Konkurrenz mit Terminen.

Dumm? Verrückt? Absurd? Von wegen! Das Web hat eigene Gesetze und ob etwas erfolgreich ist, unterliegt einer ganz anderen Logik als offline.

Ein Beispiel:
Eventful.com war 2005 eine ganz kleine, völlig unbekannte Event-Datenbank. Der große Platzhirsch war Upcoming.org.

Programmierschnittstellen, so genannte APIs, ermöglichen es, dass jeder mit Erlaubnis Daten in die Datenbank schreiben und diese wieder auslesen darf. Was hat Eventful gemacht? Wenn immer jemand einen Termin in deren System eingetragen hat, wurde der automatisch auch bei Upcoming und anderen Sites eingetragen. Der Underdog hat also seinen übermächtigen Gegner gefüttert.

Das Ergebnis:
Immer mehr Nutzer gingen nur noch zu Eventful, weil man dort auf einen Schlag sehr viele Plattformen gleichzeitig erwischte. Der Platzhirsch verlor spürbar an Visits, bis man Eventful blockierte und damit einen veritablen Streit vom Zaun brach.

Die Lehre daraus:
Nur wer die Mechanik hinter Web 2.0 wirklich versteht, kann erfolgreich sein. Um die Ecke denken lohnt sich und gewinnen wird nur der, der offen für alles ist - auch für verrückte Geschäftsmodelle.

by Georg Holzer

Datum: Montag, 25. Februar 2008 18:26
Themengebiet: Geschäftsmodelle Trackback: Trackback-URL
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