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Beitrags-Archiv für die Kategory 'Technik'

Wikis als Unternehmensgehirn

Montag, 25. Februar 2008 18:28

Die Wissens-Ökonomie entdeckt die Werkzeuge aus dem Web 2.0.

Einen Wikipedia-Eintrag braucht nicht jedes Unternehmen. Ohne Wiki geht es aber bald nicht mehr.

Hinter Web 2.0 stehen nicht nur Fotos, Videos und Blogs von normalen Nutzern. Web 2.0 ist vielmehr eine Grundeinstellung: jeder kann mitmachen, jeder das Seine beitragen. Das Beispiel von Wikipedia macht auch in Unternehmen Schule.

Bei IBM gibt es 8000 Wikis, deren Aufbau und Wartung die Mitarbeiter selbst in die Hand genommen haben. Bei Microsoft ist man überrascht, dass Wikis mittlerweile eine der beliebtesten Bausteine von Sharepoint-Intranets geworden sind. Die Technologieanlaysten von Gartner schätzen, dass im Jahr 2009 bereits die Hälfte aller US-Unternehmen Wikis einsetzen wird.

Projekte werden über Wikis organisiert, Kampagnen geplant, Dokumentationen geschrieben oder Wissen zusammen getragen. Die von jedem schnell editierbaren Webseiten vereinfachen Workflows und beschleunigen die kollaborative Sammlung von Wissen. Anstatt Wissen nur schnell zu sammeln, wird es auch indiziert und verknüpft.

Semantic Wikis

Ganz neue Ansätze gehen semantische Wikis, die Wissen in den richtigen Kontext rücken. Ein Beispiel: Die Suche nach Obst liefert keine Ergebnisse von Apple Computer.

Solche Systeme arbeiten beispielsweise mit einer Zweiteilung des Bildschirms: Rechts steht der eigentliche Inhalt, links kommen Suchergebnisse aus dem Wiki oder Google hinzu. Je mehr im Dokument steht, umso zielgenauer findet das System weiterführende Informationen.

Einsetzbar sind Wikis sowohl als internes Tool, als auch für die Kommunikation nach außen – etwa mit Partnern oder Kunden. Fast jedes System erlaubt sehr granulare Einstellungen der Benutzerrechte – von komplett offen, bis sehr geschützt.

Die meisten Wikis sind kostenlos erhältlich und bieten viele Erweiterungen. Es bedarf allerdings umfangreicher Anpassungsarbeiten, um den Wiki auf die eigenen Bedürfnisse hinzutrimmen. Alle Technik hilft jedoch nichts, wenn im Unternehmen kein offenes Klima herrscht. Heimlichtuerei und Misstrauen haben noch keiner Firma weiter geholfen.

by Georg Holzer

Thema: Business-IT, Technik | Kommentare (1)

RSS: Das Web im Abo

Montag, 17. Dezember 2007 18:16

Im Internet gibt es Milliarden von Sites und dennoch surfen wir nur ein paar wenige regelmäßig an. Um ständig auf dem Laufenden zu bleiben, werden Nachrichten-Angebote wie www.kleinezeitung.at oder www.cnn.com gleich mehrmals täglich besucht. Man will schließlich möglichst zeitnah erfahren, was wo passiert.

Eine bessere Lösung für dieses Problem sind so genannte RSS-Feeds. Mit ihnen kann man alle denkbaren Inhalte von Websites abonnieren. Im Netz vollzieht sich damit ein gewaltiger Paradigmenwandel – vom ziellosen Surfen (browse) über das gezielte Durchsuchen (search) hin zumAbonnieren (subscribe). Das wird das Web mehr verändern als vieles andere zuvor.

Und so funktioniert RSS: Wann immer eine neue Nachrichtenseite veröffentlicht wird, kommt sie nur wenige Sekunden später automatisch im RSS-Reader an. So toll das auch klingt – die dahinter liegende Technik ist leider auch fünf Jahre seit ihrer Erfindung nicht so benutzer freundlich, wie sie sein sollte.

Einmal-Abo
Zuerst muss man ausmachen, ob es auf der gewünschten Site überhaupt RSS gibt. Das wird entweder durch kleine Buttons angekündigt oder der Browser erkennt das automatisch und stellt unter der Menüleiste ein orange leuchtendes Icon dar.

RSS-Icons

Klickt man darauf, gelangt man in den vorkonfigurierten Newsreader. Unter Windows ist das entweder Firefox, der Internet Explorer 7 oder Outlook 2007. Am Mac kommt Apple Mail zum Einsatz. Ist noch nichts davon da, muss man sich zuerst um einen Reader kümmern und die Webadresse des Feeds in diesen kopieren.

Schneller lesen
Hat man diese Hürde einmal gemeistert, profitiert man enorm. Alle Beiträge sind fortan gleich formatiert. Durch die konsistente Leseumgebung muss man sich nicht jedes Mal auf andere Schriftarten umstellen oder wird durch blinkende Werbebanner abgelenkt.

Viele Sites bieten Nutzern Volltext-Feeds mit allen Inhalten und Bildern an. Bei manchen gibt es nur Auszüge (Titel und Vorspann). Aber auch das hilft ungemein.

Nicht nur bei Nachrichtensites und Blogs ist man so ohne Zutun immer auf dem Laufenden. Podcasting – also das Verbreiten von Audio-Dateien im Internet – funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Eher ungewöhnlich ist, dass man auch Kalendereinträge in Outlook oder iCal automatisch aktualisieren kann.

Vereine, Konzertveranstalter oder Eventdatenbanken wie Upcoming bieten das bereits an. So versäumt man garantiert kein Event mehr.

Die besten kostenlosen Feedreader:

Das Gute daran: Man braucht sich gar nicht darum kümmern, wie der RSS-Feed auf die Website kommt. Moderne Content-Management-Systeme und Weblogs haben diese Funktionalität bereits fix eingebaut!

Fazit: Heute darf keine Website mehr ohne RSS-Feeds daher kommen!

by Georg Holzer

Thema: Technik | Kommentare (0)